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Neulich sagte mir ein Unternehmer in einem Führungskräfte-Auftaktmeeting:

„Herr Röhler. Ich frage mich manchmal allen Ernstes. Wo in aller Welt kommen diese Märchen dieser ganzen Beratungsunternehmen her,
dass das Thema „Talente finden“ der wichtigste Bestandteil für das Entwickeln meiner Mitarbeiter sein soll?“

`Worum geht es Ihnen denn genau Herr Schweigert?`

„Na ja. Wissen Sie. Kürzlich erzählte mir so ein etwa 30-jähriges Bübchen,
der gerade in seiner Beratungsagentur vom Junior zum Consultant erkoren wurde:
ich müsse als Leader in einer derart veränderten Arbeitswelt wie der unsrigen dafür Sorge tragen,
dass ich mich um die talentierten Mitarbeiter kümmere. Er sagte mir dann noch so was schlaues wie;
dass mein Unternehmen ja auch morgen noch erfolgreich und zukunftsfähig sein wolle und so was…
Ich finde es ja gut, wenn man die Dinge versucht, theoretisch klug zu erklären Herr Röhler,
aber dass mir da ein junger Mann, der gerade von der Uni kommt;
dass der mir erklären möchte, was ich wie am besten machen sollte…
…Ich musste da doch schon etwas an mir halten.“

`;). Und, wie haben Sie reagiert?`

„Na, auf meine Frage hin, seit wann er sich mit dem Thema „Talentmanagement“
und Mitarbeiterpotenziale und dieses Zeug“, seit wann er sich denn damit beschäftigt,
sagt er mir“:

*Tja, schon länger Herr Schweigert.
Eigentlich habe ich mich schon immer mit dem Thema „Talente und was macht uns Menschen so einzigartig“ auseinandergesetzt.
Das interessiert mich ja schon seit meiner Jugend. In meiner Diplomarbeit habe ich über die Aufbruchgeneration geschrieben und wie sich „Talentmanagment“ als wichtigster Wettbewerbsfaktor unserer Zeit entpuppt und wie Unternehmen im 21. Jahrhundert damit umzugehen haben. Ich habe diese Arbeit übrigens mit Auszeichnung abgeschlossen.*

^Ja und Herr Röhler.
Ich konnte mir dann einfach meine Antwort nicht verkneifen.^

`Aha. Welche?`

^Na, ich hab ihm gesagt: Junger Mann.
Ich bin mir sicher: Sie sind bestimmt so viel schlauer, als ich das jemals sein werde.
Aber das ganz sicher auch nur in dem Diplom, das Sie von Ihrer Universität erhalten haben.
Sie haben ja sicher schon mal ein Unternehmen geführt richtig?^

`Herr Schweigert;) Damit haben Sie ihm natürlich eine Steilvorlage gegeben oder.`

^Na ja. Natürlich nicht. Er war für einige Minuten still, nachdem er mir dann aber erst noch verständlich machen wollte,
dass ich da eher einer überholten Vorstellung, eben der meiner Generation, einer eingeholten Zeit angehöre;
ach ja, und er ergänzte noch so fachlich korrekt:
die Generation Y und Z von heute interessiere es ja eh herzlich wenig, wie lange ich mein Unternehmen schon führe.
Die suchen sich ihren Arbeitgeber jetzt und in Zukunft nach ihren ganz eigenen Vorstellungen aus.
Und, mit meiner Einstellung gehört mein Unternehmen ja eher nicht zu denen,
das da für die jetzige Generation noch in Frage käme.
Da müsse ich einiges an meiner Einstellung ändern, um als Arbeitgeber eine echte Chance zu haben. ^

`Herr Schweigert. So, wie ich Sie kenne,
hat es da in Ihnen richtig gebrodelt, aber:
Ich muss, zur Verteidigung des jungen Mannes, auch sagen, dass er nicht so ganz unrecht damit hatte.
Zumindest mit der Aussage,
dass diese Generation ein komplett anderes Arbeits-, Karriere- und Kommunikationsverhalten hat.
Wenn ich nicht wüsste, wie Sie sind und dass Sie mit Ihrer sehr sozialen Ader so vielen
jüngeren Menschen Perspektiven gegeben haben; dann wäre ich wahrscheinlich auch auf Ihre Provokation reingefallen.`

^Möglich. Aber Herr Röhler. Jetzt mal ehrlich. Wie soll ich jemanden, der auf einem hundertzwanzig Seiten Papier über das Thema
geschrieben hat und das Leben in Forschungen und schriftlichen Prüfungen erfahren hat;
wie soll ich so jemanden, bitte schön, ernst nehmen?^

`Ich bin voll und ganz bei Ihnen Herr Schweigert. Aber, wie ging es dann weiter?
Das Gespräch war ja damit sicher beendet oder?`

^Nee. Natürlich nicht. Ich habe mich dann doch noch dazu hinreißen lassen, ihm meine Einstellung, so etwas kleines für sein Leben,
etwas zum Nachdenken mitzugeben.^

`Aha. Jetzt bin ich aber wirklich gespannt. Haben Sie ihm von Ihren Mitarbeitern erzählt ja?`

^Nein nein. Das wäre, glaube ich, das wäre zu selbstdarstellerisch gewesen Herr Röhler.
Das wär mir dann auch zu billig gewesen^

`Aha. Und was dann?`

^Na ganz einfach.
Ich hab ihm von meinen Enkeln erzählt.^

`Von Ihren Enkeln?`

^Ja genau, ich hab ihm dann gesagt…^

„:Junger Mann. Ich erzähle Ihnen mal von Leon. Als Leon 6 Jahre alt war.
Der hatte so viele Begabungen und Interessen.
Seine allergrößte Leidenschaft aber war „das Malen und das Basteln“.
Und seine zweitgrößte Leidenschaft war: er war so redegewandt, er konnte sich schon so früh so toll ausdrücken
und so tolle Fragen stellen…er musste alles wissen….aber auch wirklich alles hinterfragen, der war einfach nicht zufrieden zu stellen.
Er quasselte wie ein Wasserfall, ohne Punkt und ohne Komma. Aber, es war einfach goldig. Das hat mich immer richtig berührt.
Nun würde man ja meinen: „das machen Kinder in diesem Alter sowieso alle…. ist auch nicht sonderlich ungewöhnlich oder?`
Aber, ich, wenn ich das mit mir vergleiche, als ich Kind war. Ich war da anders.“

*Aha*

„Ja Herr Lenning. Das war schon toll. Und Leon wurde später ein begeisterter Musik- und Deutschlehrer.
Und heute leitet er nebenbei sogar noch ein
Theater, gibt Sprachkurse für Familien und für Berufstätige, die in Ihrem Beruf besser kommunizieren wollen und so was.
Er ist einfach so ein interessierter, angenehmer und aufgeweckter Mann geworden.
Er ist sozial auch sehr engagiert, hilft vielen Kindern und Familien wissen Sie. Ihre Fähigkeiten und Talente wieder zu entdecken.
Großartig oder?!

Ach übrigens: Können Sie sich eigentlich noch an Ihre Kindheit erinnern Herr Lenning?“

*Ja klar. Ich hab auch schon sehr früh meine Eigenschaften und Talente an mir entdeckt.

„Aha. Das glaub ich.“

*Ja. Und deshalb hab ich ja später auch meine Diplomarbeit darüber geschrieben und mich mit diesem Thema so intensiv beschäftigt Herr Schweigert.
Wir haben übrigens an der Universität viele Jahre an dem Thema geforscht. Viele Studien dazu rausgebracht. Wir waren da den anderen Unis sehr weit voraus.
Wir haben uns die unterschiedlichen Gesellschaftsschichten genau angeguckt, Milieuforschung betrieben, Trends erforscht,
so Verhaltens- und Entwicklungsphänomene aufgedeckt, auf den Feldern der Entwicklungspsychologie wissen Sie.*

„Interessant.“

*Ja, das hat mir auch echt Spaß gemacht. Besonders der Bereich der Stärken und Talente. Das war mein absolutes Spezialgebiet.
Es gibt dazu einige interessante Forschungsarbeiten; wenn Sie darüber mal mehr erfahren wollen Herr Schweigert.*

„Spannend.“

*Ja. Und, was uns sicherlich von vielen anderen Universitäten unterschieden hat ist, dass wir das ganze nicht so einseitig betrachtet haben wie andere Hochschulen.*

„Was meinen Sie?*

*Na, dafür sind wir bekannt gewesen. Wir haben uns nicht mal eben nur 1 oder 2 Bereiche angeschaut, auf die es ankommt.
Bei uns waren das ganz viele entscheidende Faktoren, die übrigens sehr genau Aufschluss darüber geben,
welche der Probanten dann eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit mitbrachten, dass sie aus ihrem Erlebten in Ihrer Kindheit die entscheidenden Vorteile im späteren Berufsleben mitbrachten. Wir waren da penibel genau. Sie können sich an so einer renommierten Uni keine Fehler erlauben. *

„Interessant. Und, ähhh…welche Tendenzen konnten Sie da genau beobachten?“

*Na ja. Eine der wichtigsten Tendenzen, und übrigens die valideste Erkenntnis, das war sicherlich die, dass Kinder in sozial gestützen,
in sicheren Familienverhältnissen, dass die hinterher viel bessere Ergebnisse im Beruf erzielen.
Ja, und die, die ohnehin schon einen akademischen Hintergrund im Elternhaus haben, deren Eltern studiert haben,
dass die Ihre Talente im späteren Berufsleben fast schon ganz selbstverständlich einzusetzen wissen.
Deshalb sind das dann auch diejenigen, die in ihrem Beruf durchstarten.*

„Aha. So so. Na dann.
Äähm. Herr Lenning. Und dann erzähle ich Ihnen noch von Luis, wenn Sie möchten?“

*Ja gerne.*

„Na gut. Luis war 11 Jahre alt. Seine größte Leidenschaft war „das Fußball spielen“.
Jedes mal, wenn der Junge von der Schule kam, war das erste, was er tat; runter auf den Bolzplatz zu laufen.
Der wollte einfach nur noch mit den anderen Jungs spielen. Ball unter die Arme und dann ging`s los. Der bekam auch kein Ende.
Wenn es dunkel wurde und alle anderen Kinder nach Hause gingen, dann konnten sie ihn noch hören, wie er unten noch allein weiterspielte.
Er verausgabte sich, bis er nicht mehr konnte. Er sagte mir mal, dass Fußball für ihn alles ist.
Aber, er hatte da noch etwas, zwei weitere, ganz große Leidenschaften: Er spielte für sein Leben gerne Gesellschaftsspiele.
Das war egal, ob es etwas mit Strategie, ob es etwas mit Geschicklichkeit, etwas mit Reaktionsvermögen war oder wo man viele Dinge miteinander kombinieren musste.
Er konnte das alles. Einmal ausprobiert und dann fluppte das. Ist mir heute noch ein Rätsel, wie schnell er das immer verstanden hat.
Er war ein richtiger „Spiele-Junki“ wissen Sie, aber in einem ganz einfachen Sinne. Es ging ihm einfach „um`s Spielen“ Herr Lenning.
Und ich bewunderte das immer an dem Jungen. Den Jungen trieb es einfach um, diese Taktik, das Vorausschauende und diese ganzen Tricks der Spiele kennenzulernen.
Es war dabei für ihn auch nicht wichtig, ob alle anderen das genaus so gut machten oder den gleichen Antrieb oder Ehrgeiz wie er hatten.
Er wollte die Spiele einfach für sich verstehen. Das hat ihn begeistert, wenn er das verstand.
Er hatte da einen extrem ausgeprägten Ehrgeiz entwickelt. Und trotzdem brachte er immer die Geduld auf, es den anderen auch beizubringen.
So dass die das auch gut konnten. Aber, so gut wie er: so gut konnte das keiner. Er war damals schon so ein kleiner Spiele-Checker,
ein kleiner Mentor für die anderen Kinder, an dem sich die anderen Kinder orientierten.
Ach ja. Und dann hatte Luis noch eine andere Begabung. Er befasste sich häufig mit ganz komplizierten Dingen, die man zusammenbauen musste.
Sie kennen ja das ganze Zeug. Playmobil, Lego, alles mögliche. So das IKEA-Prinzip. Sie wissen schon.
Egal, welche Formen, welche Dinge es da zu bauen galt. Egal ob Holz, oder Papier, Kunsstoff oder was auch immer.
Der Junge war fasziniert von diesen ganzen Dingen. Der dachte sich da rein, probierte aus, ob
Drehelemente, Bauteile, kleine Fahrzeuge oder herausfordernde Gebäude, alles,…
er dachte sich da so hinein und probierte alles so lange aus, bis es komplett und richtig zusammengebaut war.
Ja und heute. Heute verantwortet Luis die anspruchsvollsten Projekte. Sportarenen, Geschäftsgebäude, Einkaufscenter. Der ist mittlerweile eine Korephäe auf seinem Gebiet,
sogar international gefragt. Er ist aber nicht nur ein begnadeter Konstrukteur geworden, sondern eine herausragende Führungskraft.
Er muss mittlerweile sogar in Expertengremien oder auf Kongressen, da muss er seine Meinung beisteuern.
Er ist ein richtiger Querdenker. Ein echter Meister seines Fachs ist er geworden.

*Wow. Klasse. Ja sehen Sie, er kommt ja aus dem richtigen familiären Umfeld Herr Schweigert.
Das meine ich ja. Es gibt da eben diese Parallelen. Und die sind immer daran zu erkennen, wie wir aufgewachsen sind?*

„Ja klar. Sie befassen sich ja damit. Sie müssen das ja wissen Herr Lenning.
Aber mal ehrlich. Das ist ja dann für Sie eher so etwas wie „kalter Kaffee, was ich Ihnen hier erzähle oder?“

*Na ja. Eigentlich nicht. Es geht ja um das Thema „Talente erkennen und entwickeln.“
Das sind ja genau die Beispiele. Wie ich`s vorhin schon erwähnt habe“.
Das sind durchaus interessante Beispiele. Und darum geht es ja auch.
In der frühen Phase der Kindheit kann man schon bedeutende Eigenschaften in uns Menschen entdecken,
und….die es dann später zu fördern gilt. Ja und Ihre Beispiele Herr Schweigert, die belegen das ja nur zu gut.*

„Ja. Zweifelsohne. Dem ist so. Nun denn.
Ähm…bevor ich`s vergesse. Ich erzähle Ihnen noch von Johann Herr Lenning.
Wollen Sie das noch hören?“

*Ja klar…gerne.*

„Johann war begnadet in solchen Dingen wie „Rechnen, etwas anspruchsvolles planen oder in logischen Denkaufgaben“.
Das war sein Ding. Das machte er leidenschaftlich gerne.
Er liebte es, wenn man ihm die kompliziertesten Zeichnungen, Pläne oder Matheaufgaben gab, die er dann selbst lösen musste.
So komplizierte Zahlenspiele oder kniffelige Aufgaben, wo die anderen Kinder schon beim ersten mal abgewunken haben und erst garnicht damit angefangen haben.
Da kam der erst in Höchstform. Und, was er ganz besonders toll fand, wo ihm keiner etwas vormachte, das war:
Johann war ein Kind, das sich immer sehr zurücknehmen konnte und er war unglaublich geduldig. Er schaute und hörte den anderen Kindern genau zu,
wenn die  ihre Eindrücke, Erfahrungen oder Interessen miteinander teilten. Wenn sie sich unterhielten. Das war häufig ein richtiges Durcheinander wissen Sie.
Alle sprachen durcheinander. Aber Johann, der, der beobachtete und beobachtete. Eine Leiterin seines Kindergartens sagte mal,
dass diese „Beobachtungsgabe, die Johann hat“, dass das außergewöhnlich ist.

Na ja, aber seine Erlebnisse in seiner Kindheit; die machten dem kleinen dann einen „Strich durch die Rechnung“.
Das veränderte alles. Tja, und So kommt das dann im Leben Herr Lenning.
Johann war 8 Jahre, als er seinen Vater verlor.
Und seine Mutter, die konnte ihn damals nicht behalten. Sie war schlichtweg überfordert.
Sie hatte ja schon so viel mit sich zu tun. Und dann auch noch das Kind.
Das war einfach zu viel.
Sie gab Johann dann in eine Pflegefamilie. Und, mit einem mal war irgendwie alles weg. Er verstand die Welt nicht mehr.
Er hat sich auch von diesem Schock, von diesem Verlust, davon hat er sich nie mehr wirklich erholt.
Ja, und… was macht ein kleiner Junge, der keine Antworten bekommt? Wenn Mutter und Vater plötzlich nicht mehr da sind, aus dem Leben gerissen werden?
Er zog sich mit der Zeit mehr und mehr zürück, er isolierte sich, machte alles mit sich selbst aus.
Ja. Und später, später hatte er so gut wie gar keine Freunde mehr. Weil.., schwierige Kinder. Wer möchte sich damit schon abgeben.
Er entwickelte sich zu einem richtigen Eigenbrödler.

Was würden Sie sagen. Wie wird wohl das Leben eines solchen Jungen weiter gegangen sein, Herr Lenning?“

*Na ja. Das ist natürlich tragisch würde ich sagen. Ist er kriminell geworden oder…. oder ist er sonst irgendwie abgerutscht?*

„Ja….Interessante und vor allem aber auch nachvollziehbare These Herr Lenning.“

„Ja, ist er. Johann hat sich viele Jahre in ziemlich merkwürdigen Kreisen aufgehalten, das stimmt.“

*Ja, das sind die typischen Fälle von schicksalsbezogenen, das sind eben die klassischen, fehlgeleiteten Talentepotenziale.
Das haben wir aber in unseren Forschungen auch häufig festgestellt Herr Schweigert. Die bekommen nie eine Chance.
Ja und das führt dann in der Regel dazu, dass Menschen ins Abseits geraten, nur noch zu den sozialen Randgruppen gehören.
Das beobachten wir immer wieder. Diese Menschen kommen, nach unserer Recherche, nie mehr in den wirklichen Genuss oder in das wahre Entfaltungspotenzial Ihrer eigentlichen Talente und Fähigkeiten.*

„Aha. Sehr interessant. Warum genau, haben Sie dazu auch Informationen?“

*Na ja. Dazu gibt es viele Biografien, viele relevante Daten, die wir beobachtet haben. Ja, und der von Ihnen beschriebene Fall mit Johann,
das ist genau so einer das führt dann dazu, dass es erst garnicht dazu kommt, dass Kinder später ihre Talente überhaupt erkennen.
Im Bereich „Karriereausbau“ und so weiter, das ist ja klar.
Am freien Markt sind das dann genau diejenigen, die durch`s Raster fallen. Leider, aber es ist so.*

„Ah ok. Und was genau ist der Grund dafür?“

*Na ja. Diese Menschen haben im Verlauf Ihres Lebens keine Vorbilder, Menschen, die sie leiten.
Ja, und dementsprechend können Sie sich auch nicht mal daran erinnern, wie es ist, Erfolgserlebnisse zu haben,
oder wie es ist, sich mit diesen Erinnerungen und Erfahrungen später selbst zu motivieren, positiv zu denken.
Die eigentlichen Fähigkeiten, die sie haben, die werden sie nie erfahren!*

„Ah ok. Interessant. Ja, das klingt logisch.
Ähm Herr Lenning. Ich vergass übrigens, Ihnen noch etwas zu sagen.“

*Ja?*

„Ja, der Johann, der hat irgendwie doch noch etwas herausgefunden.“

*Ach ja. Jetzt bin ich aber neugierig?*

„Ja. Es gibt da noch einen zweiten Teil der Geschichte.
Wollen Sie den hören?“

*Ja klar.*

„Na, ich denke, das kann aber auch nur Zufall gewesen sein.

*Was denn?*

„Also, warscheinlich kommt das aber auch nur 1mal bei 100.000 Fällen vor oder?
Sie sagten das ja schon vorhin in Ihrer Statistik.“

*Und zwar?*

„Ja. Ist schon merkwürdig. Johann hat irgendwie noch die Kurve gekriegt wissen Sie.
Fragen Sie mich jetzt nicht wie. Aber, aber er ist dann irgendwie später mal darauf gekommen,
mal was eigenständiges, selbst mal was auszuprobieren.“

*Ah ok. Und wie ist es ausgegangen? Wahrscheinlich ist es bei nem Ausprobieren geblieben oder?
Das erleben wir nämlich häufig, dass Menschen hinterher den Drang haben, aber es einfach nicht mehr schaffen.*

„Hmmm. Interessant. Herr Lenning. Interessant. Nein.
Bei ihm, bei Johann war es anders.“

*Aha. Ok.*

„Ja. Irgendwie komisch nicht. Er ist Unternehmer geworden.“

*Echt jetzt?*

„Ja. Und garnicht mal ein so schlechter würde ich sagen.

*Aha?*

„Ja. Er verantwortet mehr als zweitausend Arbeitsplätze. Unglaublich oder….“

*Zweitausend??*

„Ja. Und das jetzt schon mehr als 30 Jahren Herr Lenning.

*Aha*

„Ja und, wenn ich all diese Erfahrungen in meiner Kindheit nicht gemacht hätte, lieber Herr Lenning;
ich glaube, ich glaube, dann wär ich heute nicht der, der ich bin.
Ich heiße übrigens mit Zweitnamen Johann,
Gerd Johann Weigert…Herr Lenning.*

*Ah so..
das konnte ich ja nicht wissen.*

„Nee, das konnten Sie nicht wissen.
Ähh…Und Herr Lenning. Da fällt mir noch was ein….“

*Ja?*

„Ja. Ich wollte Ihnen noch etwas zu Ihren Studien von letztem Monat erzählen.
Die, die Sie mir im Rahmen unseres Mitarbeiterentwicklungsprogramms vorgelegt haben.
Erinnern Sie sich?“

*Ja, was denn?*

„Na. Die lesen sich alle extrem schlau. Mein Kompliment.
Und wenn ich es nicht wüsste,….
dass das Leben häufiger anders kommt, Herr Lenning…als…als die Wissenschaft das so sieht….:
wissen Sie, Dann…..

*Dann?*

„Ja….dann hätten Sie mich echt mit diesen vielen schlauen Beschreibungen…..
dann hätten Sie mich echt überzeugt.“

Aber…
Aber im Laufe meines Lebens….da……da hat es sich immer als besser erwiesen,

noch ein zweites mal hinzuschauen….und sich einen eigenen Eindruck zu machen….Herr Lenning….

…..vom wahren Leben…wissen Sie….

Aber…..nur so`n Gedanke,

 

 

Allgemeine Information:
Zur Richtigstellung und aus Gründen der Persönlichkeitsrechte und des Datenschutzes.
Die Namen der Gesprächspartner sind in den Geschichten stets abgeändert.

Was ist Ihr Status Quo am Markt heute?
Wo stehen Sie mit Ihrer Positionierung heute am Markt?
Wie groß ist die Gefahr, dass Sie mit Ihrem Thema scheitern?
Welche Möglichkeiten, Sie als Marke bekannt zu machen, liegen heute noch brach?
Gut möglich, dass Sie unseren Markenpersönlichkeitscheck gar nicht brauchen…

Vielleicht kennen Sie aber jemanden – ein Unternehmen, dem er helfen könnte.

Herzlichen Gruß,
Ihr Jens Röhler

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