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‚Sagen Sie Herr Kügler. Ihre Produkte,
die Sie da nach Übersee und in die ganze Welt ausliefern. Die müssen doch irgendwie auch immer wieder überarbeitet und ausgebreitet werden.‘

„Sie meinen‚ neue Produktvariationen und das Sortiment diversifizieren Herr Röhler.
Ja, das machen wir, ständig.
Das hat natürlich auch stark damit zu tun, dass unterschiedliche Länder unterschiedliche Produkte mögen.
Der Asiate würde nicht das gleiche Produkt kaufen wie es der Südamerikaner bevorzugt, und der Nordamerikaner findet unsere Produkte nur dann gut, wenn er es im landestypischen Style bekommt und solche Dinge…
Aber Herr Röhler, warum fragen Sie eigentlich, da steckt doch wieder mal etwas bestimmtes dahinter; ich kenne Sie doch.“

‚Hmm, ja ja, ich sehe ja, mit wie viel Leidenschaft und Passion Sie Ihre Produkte herstellen, wie genau und genau auf den Kunden zugeschnitten Sie da vorgehen.‘

„Ja klar Herr Röhler. Von nichts kommt nichts, hat mein Vater mir früher schon immer gesagt.
Aber raus mit der Sprache, worauf wollen Sie hinaus?“

Ich gebe zu: aus meiner eigenen Historie heraus haben mir die Gespräche mit den Geschäftsführern von kleinen mittleren Unternehmen immer am meisten Spaß gemacht. Geschäftsführer müssen, schon von Berufs wegen, viele Disziplinen beherrschen, vor allem aber mögen sie es nicht so sehr, wenn man lange „rumeiert“ und um den „heißen Brei redet“. Diese Art der Kommunikation hilft nicht nur im Berufsleben weiter, sondern auch im privaten. Kennen Sie das, wenn Ihnen jemand immer wieder Frage um Frage stellt und Sie einfach nur wissen möchten, worum es genau geht?

‚Tja, ich frage mich, warum ich dieses Leuchten bei drei Ihrer entscheidenden Leute irgendwie in deren Augen nicht so feststelle; obwohl die ja so viel Verantwortung hier im Unternehmen haben Herr Kügler.‘

„Na Herr Röhler, Sie meinen Herrn Briemer,
Herrn Felder und Herrn Kappelmann oder?“

‚Ja, unter anderem.‘

„Na ja, möglich, dass das so ist. Die drei sind sicher aufgrund der höheren Produktionstaktung für 2019 nicht ganz so glücklich; aber Herr Röhler, ganz ehrlich, worum geht es eigentlich? Mehr Produktion bedeutet einen sicheren Arbeitsplatz, da ist das fehlende Leuchten in deren Augen erst mal zweitrangig. Das kommt schon wieder, wenn sie sich erst mal an den neuen Rhythmus gewöhnt haben, da bin ich mir sicher.“

‚Aha…na, da bin ich mir nicht so sicher.‘

Positionierung ist vordergründig immer so etwas wie „das Unternehmen nach Außen hin besser aussehen zu lassen, klarer aufzustellen und damit das Besondere der Firma hervorzuheben“. Für manchen Geschäftsführer bedeutet das auch, dass diese Aufgabe eine ist, die durch meine Anwesenheit getrost „externalisiert“ werden kann aber:
so einfach ist es dann doch nicht, wenn es bei dem ein oder anderen Mitarbeiter in der Führung schon sehr offensichtlich ist, dass die Wurzel der Positionierung etwas tiefer liegt und der Hebel, an dem es tatsächlich anzupacken gilt, etwas komplizierter sein kann.

„Warum meinen Sie Herr Röhler?“

‚Na, ganz einfach. Ich glaube einfach nicht,
dass sie für das brennen, was sie da tun Herr Kügler.‘

„Aha. Na, und was schlagen Sie dann vor?,
soll ich mir neue Leute für Marketing, Produktion und Vertriebsführung holen?“

‚Nein, im Gegenteil.‘

„Sondern.“

‚Sie müssen wieder mehr Leuchttürme in Ihrem Unternehmen produzieren.‘

„Wie jetzt?“

‚Na, Menschen, die strahlen…‘

„Strahlen?“

‚Ja, strahlen Herr Kügler…..nicht arbeiten…
…..Ihr Job….Herr Kügler…‘

„Herr Röhler; wenn ich Sie nicht schon eine Weile kennen würde, wüssten Sie schon, was ich jetzt eigentlich machen würde oder…?“

‚Herr Kügler…ja;), das weiß ich sehr wohl. Sie haben alle Freiheiten dieser Welt. Ich weiß, dass Ihnen das nicht schmeckt, aber Sie wissen schon: Honig können Sie sich im Supermarkt kaufen, den gibt es bei mir nicht gratis.
Tun Sie, was Sie nicht lassen können, aber, wenn wir positionieren und Ihre neue Produktkette und die Positionierungsaufgaben dazu in Angriff nehmen sollen, macht es keinen Sinn, wenn ich in die Augen von Menschen schaue, die innerlich schon gekündigt haben.‘

Für mich geht es an dieser Stelle weniger darum, einen Kunden auf „Biegen und Brechen“ zu halten und ihm das zu sagen, was er gerne hören möchte, wenn es bei einer Markenpositionierung, immer darum geht, das „Innenleben“ der Menschen, die Herkunft und deren Beweggründe, Absichten und Treiber zu hinterfragen.
Insofern ist die Beziehungsebene zu der Geschäftsführung genauso von Bedeutung wie die zu den anderen Führungspersonen.

„Herr Röhler. Sie sehen da sicher die Dinge nicht ganz so verkehrt. Ich habe einfach keine Zeit, mich damit zu beschäftigen. In den nächsten Wochen stehen so viele wichtige Aufgaben für die Zukunft des Unternehmens an.
Meine Frau würde zwar an dieser Stelle sagen, dass ich da einfach mal über meinen Schatten springen muss und meine Leute mehr in meine Gedanken einbeziehen muss, aber: ich habe einfach manchmal auch nicht die Geduld, die Personen so richtig in die strategischen Prozesse einzubeziehen, weil es dann zu viele Diskussionen gibt, wissen Sie.“

‚Herr Kügler. Das verstehe ich auch. Nun, was sollen wir tun. Sie bezahlen mich. Ich liefer dann am liebsten und am Besten, wenn wir die Dinge so angehen, dass Ihre neue Produktlinie mit zündenden Leuten in der Führung nach vorne gebracht wird. Dafür brauche ich zunächst einmal die klare Aussprache. Nächsten Montag, 10. Uhr, wie sieht es da bei Ihnen aus? Können Sie Ihre Führungsriege zusammenholen?‘

„Sie hören schon, wie ich mit den Hufen scharre Herr Röhler oder. Ich sag meiner Sekretärin Bescheid, das sie den dreien Bescheid gibt.“

‚Herr Kügler. Ich weiß, dass Sie ein kantiger Mensch sind. Dafür liebe ich Sie ja auch;) Deshalb haben Sie es ja auch so weit gebracht. Aber, durch diese Sache müssen wir dann durch. Dann geht es hinterher auch wieder für Sie in Ihrer gewohnten Geschwindigkeit weiter‘.

„Ihr Wort in Gottes Ohren Herr Röhler…“

Allgemeine Information:
Zur Richtigstellung und aus Gründen der Persönlichkeitsrechte und des Datenschutzes.
Die Namen der Gesprächspartner sind in den Geschichten stets abgeändert.


Was ist Ihr Status Quo am Markt heute?
Wo stehen Sie mit Ihrer Positionierung heute am Markt?
Wie groß ist die Gefahr, dass Sie mit Ihrem Thema scheitern?
Welche Möglichkeiten, Sie als Marke bekannt zu machen, liegen heute noch brach?

Gut möglich, dass Sie unseren Marktchancen-Check gar nicht brauchen…
Vielleicht kennen Sie aber jemanden – ein Unternehmen, dem er helfen könnte.

Herzlichen Gruß,

Ihr Jens Röhler

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Telefon: + 49 170.832.5045